Diese Stadtführungen rücken die Perspektiven von Dresdner*innen mit Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt. Gemeint sind die Geschichten von Menschen, die vor dem Krieg in Syrien geflohen sind. Aber auch solche, deren Wurzeln weiter zurückreichen wie die Geschichten der sog. Vertragsarbeitskräfte in der DDR.

Dabei ist keine Tour wie die andere, denn die Stadtführer*innen verknüpfen Stationen ihrer eigenen Biografie mit Orten in der Stadt. Gemeinsam mit den Teilnehmenden folgen sie Spuren der Migration in Dresden, sprechen über eigene Erfahrungen und laden zum Dialog über (post-)migrantische Perspektiven auf die Stadt ein.

Unsere Touren sind Formate politischer Bildung im Stadtraum.

Sie richten sich sowohl an Dresdner*innen als auch Besucher*innen der Stadt, an Erwachsene und Jugendliche ca. ab 14 Jahren.

 

Für Schulklassen

Unsere Touren lassen sich gut in den Unterricht oder in fächerübergreifende Projekttage einbinden. Durch die persönlichen Erfahrungsberichte wird das sonst eher abstrakt diskutierte Thema „Migration“ sehr konkret und anschaulich für Schüler*innen.

Die Stadtführungen für Schulklassen dauern 90 Minuten. Interaktive Elemente laden ein, in Dialog zu treten und sich eine eigene Meinung zu bilden. Es gibt auch genug Raum, um Fragen zu stellen, die die Jugendlichen bewegen.

 

Touren „Dresdner Migrationsgeschichten“ passen gut in Lehrpläne verschiedener Fächer.

Geschichte
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  • Einblicke in die Regionalgeschichte
  • Ursachen, Mittel und Wege von Migrations-bewegungen
  • Chancen und Herausforderungen der Einwanderungs-gesellschaft
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Gemeinschaftskunde/ Rechtserziehung/ Wirtschaft
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  • politische Gestaltung der globalen Welt
  • Auswirkungen von Kriegen und Konflikten auf das Leben Einzelner
  • sich zur Frage nach der Verantwortung der Europäischen Union in der Welt positionieren
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Ethik und Religion
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  • Fähigkeit zu Empathie und Perspektivwechsel
  •  Achtung, Toleranz und Verantwortung als konstitutive Elemente einer pluralistischen Gesellschaft
  • Vorurteile kritisch reflektieren
  • Einblicke in den Islam gewinnen
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Geographie
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  • Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebensweisen und transkulturellen Phänomenen
  • gegenwärtige Migrationsbewegungen
  • Chancen und Herausforderungen der Einwanderungs-gesellschaft
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Im Rahmen des bereits abgeschlossenen Projekts #angekommen haben wir didaktisches Begleitmaterial für den Unterricht entwickelt. Dieses eignet sich auch zur Vor- und Nachbereitung der Touren im Projekt „Dresdner Migrationsgeschichten“ .
BEGLEITMATERIAL
Touren

Saied ist ein Student aus Idlib. Auf seiner Tour führt er zu den Orten, mit denen viele geflüchtete Menschen in Dresden starke Erinnerungen verbinden: eine ehemalige Zeltstadt, seine erste Unterkunft oder auf die “Cockerwiese”, wo 2019 die #unteilbar Demo stattfand.

Dauer: 2 Stunden
Sprache: Deutsch
Ort: Dresden-Altstadt
Barrierefrei: Ja

Danial kommt aus der syrischen Stadt Saidnaya und lebt seit 2015 in Dresden. Auf seiner Tour zeigt er einige der vielen Begegnungsorte in der Neustadt, erzählt von seinem langen Weg nach Deutschland und wie Dresden sein neues Zuhause geworden ist.

Dauer: 2 Stunden
Sprache: Deutsch / Englisch
Ort: Dresden-Neustadt
Barrierefrei: Ja

Die Syrerin Loubna lebt seit 2015 in Dresden. Ihre Tour durch die Neustadt handelt vom Recht auf freie Meinungsäußerung, starken Frauen und Musik als kultureller Brücke.

Dauer: 2 Stunden
Sprache: Deutsch / Englisch
Ort: Dresden-Neustadt
Barrierefrei: Ja

Im Oktober 2015 ist Lina aus dem syrischen Daraa geflohen und lebt seitdem in Dresden. Auf ihrer Tour durch die Neustadt geht es um Orte des Ankommens, der Begegnung und des Glaubens.

Dauer: 2 Stunden
Sprache: Deutsch
Ort: Dresden-Neustadt
Barrierefrei: Ja