Neu: Unsere digitalen Angebote

Neu: Unsere digitalen Angebote

Während des Corona-Shutdowns haben wir uns gefragt: Können wir die Wirkung unserer Stadtführungen auch mit digitalen Formaten erreichen? Mit welchen Tools könnten die Teilnehmenden die Stadt auf eigene Faust neu entdecken? Und wie könnte es gelingen, auch über die Distanz Raum für den direkten Austausch schaffen? Unsere Antwort: Mit einer digitalen Stadtführung per App mit anschließendem Online-Seminar.

Persönliche Erfahrungsberichte, Begegnungen sowie Sichtweisen auf die Stadt sind der Kern unserer Touren – egal, ob es um die Themen Armut und Obdachlosigkeit oder Flucht und Migration geht. Auch unsere neuen Formate bieten dafür Raum: Mit unseren digitalen Touren können sich Teilnehmende selbstständig auf auf den Weg machen. Feste Gruppen können ergänzend an einem Online-Seminar mit einem*einer Stadtführer*in teilnehmen. Beide Formate lassen sich z. B. gut in Seminare und andere Bildungsveranstaltungen einbinden, die wegen der Corona-Pandemie digital stattfinden.

Leben auf der Straße – ortsunabhängig

Wer sich mit dem Thema Obdachlosigkeit auseinandersetzen möchte, ohne an einer Tour in Berlin teilzunehmen, kann mit einer App selbständig seine unmittelbare Umgebung erkunden. Unterwegs berichten  unsere Stadtführer*innen Uwe, Klaus, Dieter und Petra in Videos und Audios von ihren Erfahrungen. Interaktive Elemente laden ein, die eigene Nachbarschaft aus der Perspektive von Menschen wahrzunehmen, die auf der Straße leben.

Der Vorteil: Die Tour hat keine feste Route. Sie kann also an jedem Ort gemacht werden, der über etwas städtische Infrastruktur verfügt – in diesem Fall einen Mülleimer, eine Parkbank und eine öffentliche Toilette:-). Das Angebot eignet sich besonders für Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene.

Vertragsarbeiter*innen-Geschichten – Dresden

Auch für unser Modellprojekt „Dresdner Migrationsgeschichten“, das von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird, haben wir eine digitale Tour entwickelt. Diese ist jedoch ortsgebunden und führt durch Dresden-Neustadt, von der Alten Fabrik bis zum Weltclub. Hier übernehmen Hung, Tim, Huyen und Emiliano die Rolle der Stadtführer*innen. Sie alle verbindet, dass sie selbst oder ihre Eltern als Vertragsarbeiter*innen in die DDR kamen. Auch sie erzählen ihre Geschichten in Videoclips und Audiotracks und beantworten Fragen wie: Wie lebten die sog. Vertragsarbeiter*innen in der DDR? Was wurde aus jenen, die nach der Wende in Deutschland geblieben sind? Welche Erfahrungen machen sie mit stereotypen Zuschreibungen und Rassismus? 

Die Tour richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene, die mehr über die Geschichten der ehemaligen Vertragsarbeiter*innen erfahren möchten.

Online-Seminar als Begegnungsraum

Festen Gruppen empfehlen wir, die digitalen Touren mit einem Online-Seminar zu kombinieren. Dies gilt insbesondere für die Tour „Leben auf der Straße“. Hier können die Teilnehmenden das auf der Tour Erlebte noch einmal gemeinsam mit einem*einer unserer Stadtführer*innen reflektieren und Fragen stellen, die vielleicht offen geblieben sind.

 

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