Bei unseren Stadtführungen geht es um individuelle Perspektiven. Hier ergreifen Menschen das Wort, über die sonst viel und gerne geredet wird. Sie laden euch ein zum Dialog und einem anderen Blick auf die Stadt.
Wohnungslosigkeit hat viele Gesichter. Menschen verlieren ihr Zuhause und landen in Wohnheimen, bei jemandem auf der Couch, in Schrebergärten, oder im schlimmsten Fall auf der Straße.
Wie sich das anfühlt und wie sie damit umgehen, davon erzählen unsere Stadtführenden auf ihren Rundgängen durch Berlin. Wir laufen mit auf den Spuren ihrer Geschichten, sehen die Stadt mit neuen Augen und können in den Austausch und Dialog gehen.
Im Wedding aufzuwachsen, ist von vielen Gegensätzen geprägt. Tariq erlebte früh, wie nah Armut, Wohnungslosigkeit und soziale Ausgrenzung beieinanderliegen. Auf seinem Rundgang erzählt er von seiner plötzlichen Wohnungslosigkeit, dem Weg durch das Hilfesystem und der Wohnungskrise im Kiez.
Yevhen musste aus der Ukraine vor queerfeindlicher Gewalt und Krieg fliehen. Auf seinem Rundgang spricht er von seinen Erfahrungen als wohnungsloser Mensch in Lagern in Berlin, aber auch von Community, Engagement und dem Weg in ein neues Zuhause.
Yanni wuchs in Syrien als Teil der christlichen Minderheit auf und fühlte sich oft ausgegrenzt. Ein Jobangebot und eine Beziehung führten ihn nach Deutschland – doch kurz nach seiner Ankunft verlor er Arbeit, Partnerin und Wohnung. Plötzlich wohnungslos, musste er kreative Wege finden, um zu überleben. Auf seinem Rundgang erzählt Yanni von Herausforderungen, Hoffnung und der Bedeutung von Gemeinschaft.
Miriams Stadtrundgang ist eine beeindruckende Reise durch Berlins nächtliche Welt und die Realität abseits des Glanzes. Rund um den Ostbahnhof, inmitten des Berliner Nachtlebens, zeigt sie die Plätze des Lebens im Schatten der Gesellschaft. Als ehemals obdachlose Migrantin zeigt sie ihre früheren Schlafplätze und spricht über Themen wie Sicherheit und das soziale Miteinander auf der Straße. An legendären Clubs und touristischen Hotspots erzählt sie, wie sie neben Partys und Tourist*innen lebte – ohne jemals selbst Teil davon zu sein.
Als langjährig Wohnungslose teilt Janet Amon ihre Erfahrungen als Frau auf der Straße, betont die Herausforderungen von Gewalt und erklärt, warum ein Wohnheimplatz allein keine ausreichende Lösung ist.
Petra war 38 Jahre lang heroinabhängig. 2003 kam sie von Italien nach Berlin, wo sie mehrmals versuchte einen Entzug zu machen. Die Therapieabbrüche führten dazu, dass sie manchmal in Notunterkünften schlafen musste. Was das für sie bedeutet hat und wie sie ihren Entzug schließlich geschafft hat, erzählt sie auf ihrer Stadtführung.
Uwe wollte nach der Wiedervereinigung eigentlich nur ein paar Tage auf der Straße verbringen. Am Ende wurden daraus siebeneinhalb Jahre. Auf seiner Stadtführung berichtet er von dieser Zeit.
Ohne Wohnung und eigenes Dach über dem Kopf kam Dieter („Meru“) 2012 von Thüringen nach Berlin. Auf seiner Stadtführung erzählt er von seinen täglichen Streifzügen mit anderen Obdachlosen entlang der Kantstraße.
Die gebürtige (West-)Berlinerin Susanne erzählt in ihrer Tour von ihrer Kindheit in Charlottenburg-Wilmersdorf, den Kontrasten zwischen dem mondänen Leben entlang des Ku’Damms und sichtbarer Armut. Sie teilt ihre persönliche Erfahrung mit Wohnungslosigkeit und spricht über Themen wie Wohnrecht, sozialen Wohnungsbau, Immobilienspekulation, kulturelle Teilhabe sowie Altersarmut.
Klaus lebte sieben Jahre auf der Straße und vom Flaschensammeln. Auf seiner Tour erklärt er, wo er geschlafen und wie er überlebt hat.
Klaus hat seine Tour zwischen 2015 und 2024 für zahlreiche Teilnehmenden durchgeführt.









