Neue Stadtführung Klima & Migration

Neue Stadtführung Klima & Migration

„Klima, Konflikte und Migration: Eine Geschichte aus dem Globalen Süden“ von Segun

Wie hängen Klimakrise, Migration und Konflikte zusammen? Und was verändert sich, wenn wir diese Fragen aus einer nicht-eurozentrischen Perspektive betrachten? Mit seiner neuen Stadtführung „Klima, Konflikte und Migration: Eine Geschichte aus dem Globalen Süden“ nimmt Segun die Teilnehmenden mit auf eine persönliche Spurensuche durch Kreuzberg. Er verbindet seine Erfahrungen in Nigeria und an der südlichen EU-Außengrenze mit seinem Leben als Migrant in Berlin und macht sichtbar, wie eng Klimakrise, Ressourcenknappheit und Migration miteinander verbunden sind.

Segun ist in Nigeria geboren und aufgewachsen. Dort hat er selbst erlebt, wie die Klimakrise den Alltag verändert. In Westafrika führen zunehmende Wüstenbildung, Wasserknappheit und der Verlust fruchtbarer Böden dazu, dass lebenswichtige Ressourcen immer knapper werden. Der Wettbewerb um Land, Wasser und Weideflächen verschärft Konflikte zwischen Gemeinschaften und zwingt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen.

Segun hinterfragt dabei gängige Darstellungen solcher Konflikte. Was aus europäischer Perspektive häufig als ethnischer oder religiöser Konflikt beschrieben wird, hat auch eine starke ökologische und klimatische Dimension. Seine Führung eröffnet einen Blick auf diese Zusammenhänge Perspektive und zeigt, wie stark die Folgen der Klimakrise bereits heute Gesellschaften in Westafrika verändern.

In Kreuzberg, wo Seguns eigene Geschichte in Berlin begann, führt er zu Orten, die mit seinem Leben verbunden sind. Am Oranienplatz, am Engelbecken, am Feuerwehrbrunnen und im Görlitzer Park erzählt er von persönlichen Erfahrungen und politischen Zusammenhängen.

Dabei greift Segun auch auf seine Arbeit als politischer und humanitärer Aktivist an der südlichen EU-Außengrenze in Sizilien zurück. Er macht sichtbar, welche Verbindungen zwischen Klimawandel und Migration bestehen, die im europäischen Alltag häufig ausgeblendet werden. Zugleich spricht er darüber, wie es sich anfühlt, in Berlin als Migrant wahrgenommen zu werden, und lädt dazu ein, über unser Zusammenleben und unsere Vorstellungen von Zukunft zu diskutieren.

Segun nimmt nicht nur die Auswirkungen der Klimakrise in den Blick, sondern hinterfragt auch die politischen Rahmenbedingungen von Migration. Er spricht über institutionelle Lücken im europäischen Asylsystem und darüber, warum die bestehenden Kategorien von Flucht und Schutz angesichts der Klimakrise zunehmend an ihre Grenzen stoßen.

Dabei vertritt Segun klare politische Forderungen. Er setzt sich unter anderem für eine Reform der Dublin-Verordnung und für eine rechtliche Anerkennung von Menschen ein, die aufgrund klimabedingter Veränderungen ihre Heimat verlassen müssen.

Seine Stadtführung ist damit weit mehr als eine Auseinandersetzung mit Klimakrise und Migration. Sie ist eine Einladung, vertraute Perspektiven zu hinterfragen, globale Zusammenhänge sichtbar zu machen und direkt mit einem Menschen ins Gespräch zu kommen, dessen eigene Biografie von diesen Themen geprägt ist.

Die neue Führung ist ab sofort buchbar und ergänzt unser Bildungsangebot im Schwerpunkt Klima & Migration.

Tickets für seine ersten offenen Führungen am 03. Oktober um 14:00 Uhr und 25. Oktober um 14:00 Uhr bekommst du hier.

 

 

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